Verdauungsstörung: Durchfall

Was ist Durchfall?

Dünnflüssiger, nicht geformter Stuhl. Der Durchfall kann 1-2 Tage dauern, aber auch wochenlang anhalten oder periodenweise auftreten.

Beschwerden:

  • bis 10mal / Tag und mehr dünnflüssiger Stuhl
  • brennende Schmerzen im After bei und nach dem Stuhlgang
  • Juckreiz mit Nässen und Schmieren
  • Blutungen, meist am Toilettenpapier
  • Blähneigungen / Leibschmerzen
  • Gewichtsabnahme
  • Körperliche Schwäche

Wie entsteht Durchfall?

  • bei infektiösen Darmerkrankungen (z. B. Salmonellen)
  • als Reisedurchfall ("Montezumas Rache")
  • als Folge eines Reizdarms
  • bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
  • durch falsche Ernährung
  • durch psychische Konfliktsituationen
  • durch individuelle Veranlagung
  • bei bösartigen Erkrankungen (z.B. Darmkrebs)
  • bei Magen- und Darmerkrankungen oder Erkrankungen anderer Organe (z.B. Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse u.a.)

Was können Sie selbst tun?

Bei akut auftretenden Durchfällen können helfen:

  • Kohletabletten
  • Salzgebäck, Erdnüsse
  • Heilerde
  • geriebene Äpfel mit Zwieback
  • Reis- oder Getreideschleim
  • Coca-Cola
  • Tee (Kümmel, Fenchel, Braunbeerblätter oder schwarzer Tee)

Meiden sollte man:

  • Kaffee
  • Alkohol, speziell Bier
  • Zitrusfrüchte
  • Fruchtsäfte
  • scharfe Gewürze

Mit dem Abklingen des Durchfalls sollte wieder eine schlackenreiche Kost eingehalten werden, die mit dazu beiträgt, den durchfallartigen Stuhl zu beseitigen. Wenn der Durchfall nach 8-10 Tagen nicht abklingt, muss ein Arzt aufgesucht werden.

Wie hilft der Proktologe?

Wenn der Durchfall länger als 8-10 Tage anhält oder gehäuft auftritt, müssen infektiöse Darmerkrankungen, Darmentzündungen und andere Erkrankungen -  auch Dramkrebs - ausgeschlossen werden. Soweit keine organischen Erkrankungen vorliegen, sollte man den Durchfall medikamentös behandeln.

Bei ganz schweren akuten Durchfällen kann es nötig sein, eine totale Nahrungskarenz einzuhalten. Dabei muss man allerdings auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (2-3 Liter) achten.