Verdauungsstörung: Verstopfung
Was ist Verstopfung?
Fester Stuhl, der nur unter starkem Pressen abgesetzt werden kann und mit Beschwerden wie Völlegefühl, Blähneigung und Bauchschmerzen einhergeht.
Manchmal ist der Stuhl nur am Anfang sehr fest wie ein harter Pfropf und wird dann deutlich weicher. Auch ein solcher Stuhl ist oft nur unter Schmerzen abzusetzen und ruft nicht selten Verletzungen und Einrisse (Afterriss) im Analkanal hervor.
Seltener Stuhl (1-2 mal / Woche) hat nichts mit Verstopfung zu tun.
Wie entsteht eine Verstopfung?
Die häufigsten Ursachen sind:
- falsche Ernährung und vor allem nicht ausreichende Nahrungsmenge
- veränderte Kost
- ungenügende Flüssigkeitszufuhr
- Zeitdruck (Hektik, Stress)
- Ortswechsel (Urlaub)
- falsches Verhalten auf der Toilette (lange "Sitzungen", starkes Pressen)
- regelmäßiger Abführmittelgebrauch und dadurch entstehende Darmträgheit
- Bewegungsmangel
- Medikamente (Arzt fragen)
- Stoffwechselerkrankungen
- Schwangerschaft
- Veranlagung
In manchen Fällen lösen Erkrankungen des Afters und des Dickdarms (z.B. Afterverengungen, Verwachsungen, Geschwülste, Entzündungen) eine Verstopfung aus.
Was können Sie selbst tun?
Zu empfehlen:
- die erfolgreichste Therapie ist von einer ballaststoffreichen Ernährung zu erwarten
- Körperliche Bewegung, Gymnastik, Massage haben eine positive Wirkung auf die Darmträgheit
Wie hilft der Proktologe?
Organische Erkrankungen (z.B. Darmkrebs, Polypen, Verwachsungen usw.) müssen durch eine Untersuchung ausgeschlossen werden.
Wenn keine organischen Erkrankungen vorliegen, eine ballaststoffreiche Kost eingehalten wird und sonstige Ursachen (s.o.) ausgeschlossen sind, kann auch die Funktion des Darmes gestört sein. Das ist z. B. in Folge einer Schilddrüsenunterfunktion aber auch bei Störungen im Mineralhaushalt möglich.
Insofern kann es manchmal nötig sein, Erkrankungen ganz anderer Art zu behandeln, um so die Darmfunktion wieder zu normalisieren.


