Verdauungsstörung: Blähneigung

Blähneigung

Was ist Blähneigung?

Es ist keine Erkrankung, sondern eine oft überaus lästige, ja manchmal schmerzhafte Begleiterscheinung bei funktionellen oder organisch bedingten Darmstörungen.

Wie entsteht Blähneigung?

  • bei Reizdarm
  • jahrelangen Ernährungsfehlern
  • Nahrungsmittelallergie
  • Nahrungsmittelunverträglichkeit
  • Reizkost mit scharf gewürzten Speisen oder Getränken
  • zu großen Nahrungsmengen (speziell abends)
  • zu viel Kochsalz, Kaffee, Röstprodukte
  • Süßigkeiten
  • bestimmte Alkoholsorten (z.B. Bier)
  • schlechtem Kauen
  • schnellem Essen (Luft schlucken)
  • chronischer Darmträgheit
  • Störung der Darmflora
  • Darmerkrankungen (z.B. Polypen, Darmkrebs, Darmwandbrüchen, Entzündungen)

Was können Sie selbst tun?

Ein Patentrezept gibt es leider nicht. Oft sind unsere Lebensmittel der Auslöser. Deshalb sollten Sie versuchen herauszufinden, auf welche Lebensmittel Ihr Darm empfindlich reagiert.

Unter Umständen sollte man:

  • Kaffee meiden
  • Lebensmittel kochen oder dünsten - nicht braten oder grillen
  • magere Fleischsorten verwenden
  • Mineralwasser ohne Kohlensäure trinken
  • Backwaren 1-2 Tage liegenlassen
  • entblähende Tees (Fenchel, Kümmel, Anis, Kamille, Pfefferminz) bevorzugen
  • viel Bewegung an frischer Luft, speziell bei Kälte

Wie hilft der Proktologe?

Der Arzt muss organische Erkrankungen der Verdauungsorgane ausschließen (z. B. durch Blutuntersuchungen, Röntgen, Ultraschall, Darmspiegelung). Auch kann es hilfreich sein, Untersuchungen über die Zusammensetzung der Darmflora und speziell über das Vorkommen von Pilzen zu veranlassen. Dadurch lässt sich eine gezielte Therapie vornehmen, die in vielen Fällen eine Neubesiedelung des Darmes mit natürlichen Darmbakterien erfordert. Auch andere medikamentöse Maßnahmen können notwendig sein, wobei man wissen muss, dass sie keinen bleibenden Erfolg garantieren und häufig mit Rückfällen gerechnet werden muss.